Computersucht ist eine Suchtform, die leider immer noch nicht ernst genommen wird. Viel zu viele Jugendliche sitzen stundenlang vor dem Computer, spielen Spiele, Chatten oder bewegen sich anderweitig im Internet. Nur selten wissen die Eltern, was ihre Kids da im Internet wirklich machen. Und internet- bzw. computersüchtig ist man nicht nur, wenn man sich den vielen verschiedenen Spielen hingibt!
Stundenlang sitzen Jugendliche vor dem PC und bewegen sich in einer Traumwelt. In den Computerspielen nehmen sie einen anderen Charakter an, oftmals ist der so ausgestaltet, wie die Kids im realen Leben gerne wären. Stark, Selbstbewusst, mit übersinnlichen Kräften ausgestattet, sie werden von anderen Mitspielern anerkannt. Genau diese Charakterzüge sind es, die das Spielen am Computer so gefährlich machen, denn in der Realität sind die Kids meist genau das Gegenteil: Übergewichtig, ziemlich alleine, schüchtern und vor allem süchtig. Immer mehr vertiefen sich Betroffene in die virtuelle Welt und verlieren dabei den Bezug zur realen Welt. Sie werden damit immer einsamen, ziehen sich immer weiter zurück, verlieren die letzten sozialen Kontakt, bis der Supergau eintritt und die Realität mit der virtuellen Welt verschmilzt. Es gibt Fälle, bei denen sich Kids vor dem Computer gestorben, weil sie schlichtweg nichts mehr gegessen und getrunken und schon gar nicht mehr geschlafen haben.
Experten appellieren an dieser Stelle vor allem an die Eltern. Nur sie können erkennen, ob ihr Kind zu viel Zeit vor dem Computer verbringt. Sie sollten sich dafür interessieren, was ihr Kind am Computer treibt. Sie sollten das Gespräch suchen, auch wenn der eigene Tagesstress anstrengend ist und Gespräche mit pubertierenden Jugendlichen eher schwierig sind. Hier liegt die Verantwortung ganz klar bei den Eltern. Sie haben es in der Hand, ihren Kids ein solches Schicksal zu ersparen.
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Der Psychologe Peter Jedlicka behauptet in seinem Ratgeber “Computerspielsucht Therapie”, das es oft auch um eine Flucht vor Konflikten in Familie, Schule, Clique geht – in den Streitereien mit unserem “süchtigen” Sohn hat dieses Ebook zu konstruktiveren Gesprächen geführt.
Holger